Energiesparförderprogramm der Gemeinde

Eine Besonderheit des Programmes seit Einführung 1993 ist, dass nicht nur Maßnahmen zur Energieeinsparung an Gebäuden, sondern auch die Stromeinsparung (auch ohne technische Maßnahmen) gefördert werden.

Das Förderprogramm hat seit 1993 bereits zur Einsparung einer Energiemenge entsprechend von 985.000 Litern Öl pro Jahr und rund 106.000 Kilowattstunden Strom geführt. Dadurch wird der Kohlendioxidausstoß um 3.337 Tonnen pro Jahr gesenkt. 

Seit 2014 werden zusätzlich Photovoltaikanlagen gefördert, die nicht auf nach Süden hin ausgerichteten Dächern errichtet werden.

Zur Beurteilung geplanter Maßnahmen muss der Ist-Zustand des Gebäudes festgestellt werden. Dies geschieht durch ein kleines Gutachten, der sog. "Energiesparberatung für Wohngebäude", dessen Kosten zu 60 Protzen, bei Ein- und Zweifamilienhäusern max. 800 Euro, vom Bundesamt für Wirtschaft (Richtlinien) übernommen werden. In diesem unbürokratisch zu beantragenden Gutachten bekommen Sie Vorschläge, wie Sie den Energieverbrauch Ihres Gebäudes reduzieren können.

Energieberater finden Sie auf der Webseite des Bundeswirtschaftsministeriums.

Beabsichtigen Sie, die Vorschläge des Gutachtens zu verwirklichen, die eine Energieeinsparung von mind. 20 Prozent bewirken, dann können Sie eine Förderung bei der Gemeinde beantragen. Die Höhe der Förderung richtet sich nach der im Gutachten genannten Höhe der Energieeinsparung und beträgt je nach Anzahl der Wohneinheiten 0,50 bis 1,25 Euro pro eingespartem Liter Heizöl bzw. Kubikmeter Gas (Bezugszeitraum eine Heizperiode).

Für den alleinigen Einbau von Sonnenkollektoren wird ein sich an der Größe der Anlage orientierender Zuschuss gezahlt (kein Gutachten notwendig).

Wichtig ist immer, dass die Antragstellung vor Auftragserteilung erfolgt! Darüber hinaus fördert die Gemeinde Ottobrunn nur, wenn es für die jeweiligen Maßnahmen keine Fördermittel anderer Stellen gibt (Bsp. Bund).

Bisher wurden Photovoltaikanlagen aufgrund der höheren Erträge und somit höherer Wirtschaftlichkeit bevorzugt auf nach Süden hin orientierten Dächern installiert. Dies führt naturgemäß dazu, dass die höchste Leistung in den Mittagsstunden anfällt. Eine Ausrichtung nach Osten bzw. Westen ist zwar mit etwas niedrigeren Erträgen und somit geringerer Wirtschaftlichkeit verbunden, ermöglicht aber im Verbund mit den nach Süden hin orientierten Anlagen eine zeitlich deutlich verlängerte und gleichmäßigere Stromproduktion.

Deswegen werden Photovoltaikanlagen, die auf nach Osten bzw. Westen hin ausgerichteten (Abweichung mind. 60 Grad in Richtung Osten oder Westen von der reinen Südausrichtung) Schrägdächern (mind. 20 Grad geneigt) errichtet werden sollen, mit 10 Prozent der Investitionskosten gefördert. Auch hier muss die Antragstellung vor Auftragserteilung erfolgen.

Gefördert wird eine Senkung des Stromverbrauchs von mind. 10 Prozent bzw. 75 Kilowattstunden pro Jahr mit einmalig 0,20 Euro je eingesparter Kilowattstunde, max. 200 Euro. Nicht gefördert wird eine Stromeinsparung bei Verringerung der Personenzahl des Haushaltes bzw. bei einer Elektroheizung.

Genaueres zu den Fördermöglichkeiten finden Sie in den Richtlinien des Energiesparförderprogramms, die auch an der Rathauspforte ausliegen.

Weitere Auskünfte erhalten Sie von Dr. Martin Thorn, Leiter Umweltschutz (Tel. 608 08-106).

Bundes- bzw. landesweite Förderungen

Von der bundeseigenen KfW-Bank gibt es für verschiedene Energiesparmaßnahmen Zuschüsse oder zinsvergünstigte Kredite. Es handelt sich um das Programm "Energieeffizient Sanieren".
Errichten Sie ein Energiesparhaus mit einem Verbrauch nicht höher als 70 Prozent der Energieeinsparverordnung 2014, dann können Sie über das Programm "Energieeffizient Bauen" von der KfW-Bank ebenfalls einen zinsvergünstigten Kredit bekommen.

In Bayern gibt es seit 2015 für die energetische Ertüchtigung von selbstgenutzten Ein- und Zweifamilienhäusern das 10.000-Häuser-Programm. Der Programmteil EnergieSystemHaus setzt eine komplette energetische Sanierung oder einen Neubau voraus. Die Förderung kann hier bis zu 18.000 Euro betragen. Die Förderung beim EnergieSystemHaus ist an die KfW-Effizienzhaus-Förderung des Bundes gekoppelt. Weitere Informationen finden Sie hier.

Der Austausch von alten Heizungspumpen gegen stromsparende Pumpen und der hydraulische Abgleich von Heizungssystemen wird vom Bundesamt für Wirtschaft mit einem 30 prozentigen Zuschuss gefördert. Weitere Informationen finden Sie hier.