Klimaschutz leicht gemacht
Die effektive Energienutzung und der Einsatz erneuerbarer Energien gegen die Erderwärmung sind notwendiger denn je.
Die Abbildung verdeutlicht in Form eines Barcodes die zunehmende Erwärmung in Deutschland im Zeitraum 1881 bis einschließlich 2024.
Auch die Entwicklung der verbliebenen bayerischen Gletscher (siehe nebenstehende Abb., vergrößert sich beim Anklicken) in unserer Nähe zeigt dies deutlich.
Deswegen hat der Gemeinderat sowohl 2007 die Ziele der landkreisweiten Energievision als auch die Ziele der 2017 nachfolgenden Klimaschutzerklärung des Landkreises München übernommen.
Die Klimaschutzerklärung orientiert sich an der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen vom 12. Dezember 2015 in Paris. Fakten zur Veränderung des Klimas finden Sie hier (ext. Link).
Ottobrunner Klimaschutzkonzept
Zum jeweils aktuellen Stand des Energieverbrauchs und Kohlendioxidausstoßes in Ottobrunn und den Prognosen erarbeitet die Verwaltung schon seit 1995 in regelmäßigen Abständen eine aktualisierte Fassung des Ottobrunner Klimaschutzkonzeptes.
Die neueste Berechnung vom Oktober 2025 zeigt zum einen die bisher erreichte CO2-Minderung um 53,3 % pro Kopf gegenüber 1990; zum anderen wird ein Rückgang der Treibhausgasemissionen für das Jahr 2030 sowie 2035 prognostiziert.
- Für das Jahr 2030 wird eine Verringerung gegenüber 1990 um 67,4 % prognostiziert.
- Für 2035 scheint ein Rückgang um 79,4 % möglich.
- Die Zielmarken des Landkreises München im Rahmen der Klimaschutzerklärung 29++ werden mit großer Wahrscheinlichkeit unterschritten.
Dass keine noch schnellere Absenkung erreicht werden kann, liegt auch an den eingeschränkten gemeindlichen Handlungsspielräumen und Einflussmöglichkeiten.
Bei ihren eigenen Liegenschaften konnte die Gemeinde den Kohlendioxidausstoß trotz zusätzlicher Gebäude von 2000 bis 2022 um rund 76 Prozent senken. Nachdem 2024 das Umstellungsprogramm der gemeindeeigenen Gebäude auf Fernwärme fast vollständig abgeschlossen werden konnte, sind die Emissionen für die Beheizung um über 90 % gesunken.
Zur praktischen Umsetzung hat die Gemeinde schon 1993 ein Energiesparförderprogramm für Ihre Bürger aufgelegt. Des Weiteren bieten wir viele Informationen und Aktionen zum Energiesparen an.
Klimafolgenanpassung
Die Gemeinde Ottobrunn hat schon früh mit der Verbesserung der Grünstruktur und somit auch der Anpassung an die Klimaerwärmung begonnen.
So pflanzt die Gemeinde seit vielen Jahren Bäume zur Minderung des Temperaturanstiegs. Auf Grundstücken der Gemeinde westlich des Haidgrabens wurden überdies schon in den Jahren 1996 und 1999 insgesamt 200 m dreireihige Hecken angelegt.
Allein in der Rosenheimer Landstraße wurden im Rahmen des Umbaus der Straße vor rund 20 Jahren fast 250 Bäume gepflanzt.
Der Temperaturanstieg im Bereich der Straße konnte dadurch gemindert werden. Ein Vergleich von Satellitendaten von 1985 bis 2024 zeigt, dass die Oberflächentemperatur am Münchner Marienplatz in den Monaten Juni bis August von 32° C auf 40° C gestiegen ist, während die Oberflächentemperatur der Kreuzung Rosenheimer Landstraße/Ottostraße mit 6° C Zunahme von 25° C auf 31° C im gleichen Zeitraum weniger stark angestiegen ist.
Seit 1996 sind in Ottobrunn insgesamt Bäume und Hecken mit über 100.000 m² Kronenfläche gepflanzt worden.
Seit 2023 unterstützt die Gemeinde die Entsiegelung von befestigten Flächen und die Begrünung von Dächern zur Verbesserung der klimatischen Situation und der Artenvielfalt mit dem Dachbegrünungs- und Entsiegelungsprogramm.