Höhere Förderungen für den Klimaschutz

  • Umwelt & Energie

Durch die Mehrwertsteuersenkung noch rentabler

Die Bundesregierung hat im Rahmen des „Klimapaketes“ die Fördermöglichkeiten zur Einsparung von Energie und der Nutzung erneuerbarer Energien deutlich verbessert.  

Neu ist die Aufteilung in zwei mögliche Förderwege. Wie bisher gibt es Zuschüsse für geplante Sanierungen bei bestehenden Wohngebäuden, alternativ können neuerdings die Kosten der Maßnahmen bei selbst bewohnten Gebäuden im Nachhinein von der Steuer abgesetzt werden. Die Anforderungen bei beiden Möglichkeiten sind weitgehend gleich.  

Während aber bei den Zuschüssen der Antrag auf jeden Fall vor Beauftragung der Maßnahmen gestellt werden muss, können bei der steuerlichen Abschreibung die Sanierungen an mindestens zehn Jahre alten Gebäuden bereits (nach dem 31. Dez. 2019) durchgeführt worden sein. Von den angefallenen Kosten können im Jahr der Durchführung sowie im darauffolgenden Jahr 7 % abgesetzt werden und im übernächsten Jahr nochmals 6 %. Die maximal absetzbaren Aufwendungen betragen in den ersten beiden Jahren je 14.000 € und im dritten Jahr 12.000 €. Die Maßnahmen müssen auf jeden Fall von Fachunternehmen durchgeführt werden oder von Energieberatern beaufsichtigt werden. 

Die Fördermöglichkeiten bei den Zuschüssen teilen sich in zwei Zuschussgeber auf.  

Zuschüsse für die Erneuerungen von Heizungen, wobei hier immer erneuerbare Energien mitgenutzt werden müssen, sowie der Installation von Solarthermieanlagen werden durch das Bundesamt für Wirtschaft (www.bafa.de) gewährt. So können beispielsweise die Kosten für den Austausch einer Ölheizung gegen eine Gasheizung mit Solaranlage mit bis zu 40 % gefördert werden. Gesetzlich geforderte Maßnahmen werden nicht bezuschusst (Beispiel: Austauschpflicht von Konstanttemperaturkesseln die älter als 30 Jahre sind).  

Wärmedämmungen, die Erneuerung von Fenstern sowie der Erstanschluss an Fernwärme bei bestehenden Gebäuden werden von der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (www.kfw.de) gefördert. Der Bauantrag des Gebäudes muss vor dem 1. Feb. 2002 gestellt worden sein. Die Fördersätze sind im Rahmen des Klimapaketes deutlich erhöht worden und betragen für Einzelmaßnahmen nun 20 % der förderfähigen Kosten. Für umfangreichere Sanierungen, bei denen im Anschluss der Energiebedarf nach der geltenden Energieeinsparverordnung erreicht oder gar unterschritten wird, können mit bis zu 40 % der anfallenden Kosten bezuschusst werden.  

Durch die Senkung der Mehrwertsteuer vom 1. Juli bis 31. Dezember 2020 werden die die Maßnahmen noch rentabler. 

Individuelle Hilfe und Tipps zu den Fördermitteln gibt es bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale Bayern unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 809 802 400 oder unter 08092 33 090 30. Weitere Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de und www.energieagentur-ebe-m.de.

Weitere Tipps erhalten Sie auf der Klimaschutzseite der Gemeinde Ottobrunn.

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