Artenvielfalt auf dem Parkfriedhof Ottobrunn

  • Aus dem Rathaus

Untersuchung mit Zeltfalle

Der Ottobrunner Parkfriedhof ist - neben anderen bayerischen Friedhöfen - in der Zeit von April bis September Teil des bayernweiten Projektes „LandKlif“ (Landklima-forschung). Das Projekt untersucht die Auswirkungen des Klimawandels und der Landnutzung auf Biodiversität und Ökosystemleistungen in naturnahen, agrarischen und urbanen Lebensräumen. Biodiversität ist wichtig für die Stabilität von Ökosystemen, und der aktuelle Rückgang insbesondere der Insekten ist besorgniserregend.  Am diesem Projekt sind fünf bayerische Hochschulen mit zehn Teilprojekten beteiligt.

Im genannten Zeitraum werden auf dem Parkfriedhof die Vegetation erfasst, Bestäuber beobachtet, eine Zeltfalle zur Insektenerfassung sowie zwei Nisthilfen für Wildbienen aufgestellt. Mit der Untersuchung soll gezeigt werden, wie lebendig ein Friedhof ist - als wahre Quelle der Artenvielfalt und vieler wichtiger ökologischer Funktionen.

Ziel des Projektes „LandKlif“ ist es, Aufschluss über die aktuelle und zukünftige Lage der Artenvielfalt in Bayern zu geben. Anhand der gesammelten Daten werden ein Atlas der Ökosystemfunktionen erstellt und Strategien zum langfristigen Erhalt von Artenvielfalt und Ökosystemleistungen entwickelt.

Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst fördert insgesamt fünf solcher interdisziplinärer Verbundprojekte über einen Zeitraum von fünf Jahren.

Weitere Informationen gibt es unter www.bayklif.de/verbundprojekte/landklif/.

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