21.09.2017
Eine Mitteilung aus der Kategorie: Rathaus

Bekämpfung des Asiatischen Laubholzbockkäfers

Ab ca. 9.10. wieder Baumkletterer zur Kontrolle im Norden von Ottobrunn unterwegs.

Bekämpfung des Asiatischen Laubholzbockkäfers in Neubiberg, Ottobrunn, Putzbrunn, Hohenbrunn, Waldperlach
Sachstand, Planungen und Aussichten.

Die Maßnahmen zur Ausrottung des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB) laufen. Von Herbst 2014 bis in den Spätsommer 2015 wurden, etappenweise, verschiedene Fällaktionen durchgeführt. Seither hat weder die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) noch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Ebersberg die Motorsäge auspacken müssen.

Doch die Behörden sind nicht untätig. Vom späten Winter bis in den frühen Sommer wurden in der 500-Meter-Fokuszone um das Befallsgebiet in Neubiberg, Ottobrunn und Waldperlach zigtausende von Wirtspflanzen intensiv kontrolliert. Weitere tausende stichprobenartige Kontrollen wurden über die gesamte Pufferzone (Quarantänezone QZ) durchgeführt. Dabei wurden die spezifizierten Gehölze begutachtet, die Bürgerinnen und Bürger, ebenso wie Gemeinden und andere Eigentümer zur Fällung angemeldet hatten. Hierbei kamen regelmäßig auch die ALB-Spürhundeteams der LfL zum Einsatz. Ergänzend dazu erfolgte im kompletten östlichen Sektor der QZ ein flächendeckendes Bodenmonitoring.

Sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch die Gemeinden kommen ihrer Verpflichtung nach, ihre Gehölze regelmäßig alle zwei Monate auf Befallssymptome zu kontrollieren. Allen Meldungen aus der Bürgerschaft über Sichtungen von ALB oder Befallssymptomen wurde seitens der LfL nachgegangen. Auch hierbei wurden fallweise Baumsteiger zur Verifizierung eingesetzt.

Der sehr umfassende Internetauftritt der Lfl  (ext. Link) wird regelmäßig aktualisiert. Auch im Bereich Printmedien kam Neues heraus. Es gibt ein Faltblatt über die QZ mit Informationen zur Abgrenzung wie auch zum Umgang mit Gehölzen nach der Fällung oder kräftigem Rückschnitt. Nach der LfL-Information über „Gehölze für Nachpflanzungen“ kam auf Anregung von Bewohnern aus der QZ im Herbst 2016 eine neue LfL-Information über die „ALB-Wirtspflanzen“ heraus. Hier werden alle relevanten Gehölze in kurzen Beschreibungen und aussagekräftigen Bildern gezeigt.

Bisher gab es keinen neuen Befall in der Quarantänezone!


Das Ergebnis der Bemühungen stimmt vorsichtig optimistisch. Es wurden bisher (Stand Sept. 2017) keine weiteren Befallssymptome gefunden. Die Kontrollen müssen allerdings mindestens vier Jahre erfolgen. Erst wenn innerhalb dieser Zeit trotz intensiver Kontrollen durch alle Beteiligten, (Bürgerinnen und Bürger, Gemeinden und Behörden), keine neuen Anzeichen auf ein Vorkommen des Käfers gefunden werden, enden die Allgemeinverfügungen von LfL und AELF und der Quarantänestatus wird aufgehoben. Gibt es jedoch neue Funde, dann müssen die Motorsägen wieder angeworfen werden und der Quarantänezeitraum verlängert sich entsprechend.

Ausblick


Ab ca. 9.10.2017 setzt die LfL im Grenzbereich zu Neubiberg wieder geschulte, erfahrene Baumkletterer ein, die auch auf Privatgrundstücken kontrollieren sollen. Für den Pflanzenschutzdienst besteht Betretungsrecht. Der Zugang ist zu gewähren und sicherzustellen. Die Kontrollen werden in Anwesenheit des Eigentümers oder nach Absprache durchgeführt. Die Mitarbeiter des Pflanzenschutzdienstes können sich mit einem Dienstausweis ausweisen. Die Namen der Kontrolleure sind in den betreffenden Polizeirevieren in der Quarantänezone hinterlegt.